Spendenaufruf für den Dackel Ecki

Heute möchten wir, die Wolfsranch auch einmal um Unterstützung bitten.

Folgendes hat sich zugetragen.

Am Samstag kam ein junger Mann und brachte uns einen ziemlich heruntergekommenen alten Dackeljungen. Der Hund war sichtlich mit der Sache überfordert und suchte auch keine Anlehnung bei dem Mann der ihn an der Leine hatte. Er sagte, dass er den Dackel für eine ältere Dame etwa acht Wochen versorgt hätte, da sie in einer Reha sei. Leider wurde er jetzt informiert, dass die Dame nun leider verstorben sei und er könne sich nicht länger um das Tier kümmern, da seine finanziellen Mittel nicht ausreichen um sich dauerhaft um den Hund zu kümmern. Es kam mir alles etwas komisch vor, denn selbst den Hundenamen konnten der junge Mann mir nicht sagen. Die vermeintliche Oma wäre erst eine Nachbarin gewesen, dann soll sie doch ein paar Straßen weiter gewohnt haben, aber die Straße und Hausnummer wisse er nicht. Der Mann wollte gleich noch einmal am Haus vorbei fahren und mich anrufen, um mir Namen und Adresse mitzuteilen, was er bis heute nicht getan hat. Leider ist der Dackel nicht gechipt um diese Informationen eventuell zu erhalten.

Wir nahmen das Tier auf, da ich kein gutes Gefühl hatte, wenn ich nein gesagt hätte.

Das arme Würmchen sah so schlecht aus und brauchte ganz dringend Hilfe.

Nachdem der junge Mann gegangen war, schaute ich mir den Hund erst einmal genauer an, was mit ihm sein könnte. Die einzigste Informationen die ich bekommen hatte, dass er 16 Jahre sein soll, schlecht laufen kann und täglich eine 800 Gramm Dose Naßutter frisst und dazu viel trink. Hartes Futter würde er verweigern, sei inkontinent bei Kot und Urin und er mag es wenn man ihn hinter dem Ohr krault. Nicht gerade viel an Informationen.

Schon auf den ersten Blick war zu sehen, dass der Kleine keinerlei Muskulatur hatte und es ihm unangenehm war im Tageslicht zu sein. Daraus lässt sich schließen, dass der Hund über längere Zeit nicht mehr draußen war. Auch das er nur sehr lichtes Fell hat zeigt, dass Sonnenlicht gefehlt hat. Das er nichts Hartes mehr fressen konnte war mir sofort klar, nachdem ich mir sein Gebiss betrachtet hatte. Ein einziger Steinbruch mit Unmengen von Zahnstein. Er trank gar nicht so viel, er brauchte bloß sehr lang zum Trinken, weil selbst kaltes Wasser an den Zähnen sehr große Schmerzen verursachte. Sein Bauch war völlig aufgedunsen, was auf starken Wurmbefall hinwies.

Wir zogen ihm gleich ein Hundemäntelchen an, denn er fror fürchterlich. Danach stellten wir ihn auf die Waage um sein Gewicht für Wurmkur und Schmerzmittelgabe heraus zu finden. Diese verabreichten wir gleich und legten ihn erst einmal schlafen in ein schön beheizten Zimmer. Bis zum späten Nachmittag schlief er durch. Danach ließen wir den Hund in den Hof, damit er sich erleichtern konnte. Man konnte in seinen Augen lesen, wie gut ihm das tat. Das Schmerzmittel hatte auch gut angeschlagen und dadurch lief er sogar noch ein wenig umher. Danach fütterten wir noch etwas Leichtes und er schlief wieder ein.

Für Montag machten wir gleich ein Termin beim Tierarzt um den Hund erst einmal gründlich untersuchen zu lassen. Dieser stellte natürlich auch den schlechten Allgemeinzustand fest, aber vor allem die miserablen Zähne konnten so nicht bleiben. Der Zustand vom Hund konnte definitiv nicht so gelassen werden, aber das Narkoserisiko ist natürlich bei einem so alten Hund sehr hoch. Obendrein stellte der Tierarzt fest, dass sein Herz auch nicht gerade gut ist, aber uns blieb nichts anderes übrig, es musste gewagt werden. Unter größtmöglicher Vorsicht wurden die Zähne gemacht. Einige, wie der große Eckzahn mussten raus und andere wurden vom Zahnstein befreit und das entzündete Zahnfleisch wurde auch behandelt. Danach schaute sich der Tierarzt noch Ohren, Prostata, Bauchraum und Vieles mehr an.

Dann das Unglaubliche. Er hat es geschafft, unser Dackeljunge wollte Leben. Nach vier Stunden Rausch ausschlafen wackelte er wieder über den Hof und machte sein Geschäft.

Nun war es Zeit dem Buben ein Namen zu geben. Er soll von nun an Ecki heißen, da er am Anfang sich immer an einer Ecke abstützte um nicht um zufallen.

Wir haben beschlossen, dass unser Ecki, sollte ihn keiner mehr haben wollen, bei uns seinen Lebensabend verbringen darf.

Da Ecki aber in Zukunft Herztabletten und für seine vergrößerte Milz auch Medikamente benötigen wird, bräuchte wir Paten für den Kleinen, um alles finanzieren zu können. Ihm soll es niemals wieder so schlecht gehen und wenn alle ein wenig mithelfen, kann auch diesem Hund ein schöner Lebensabend bereitet werden.

Euer Tierheim & Pension Wolfsranch

Ecki, Rüde geb. ca. 2000

Ecki, Rüde geb. ca. 2000

Ecki

Ecki

 

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